Die Leseoptimistin

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Buchbesprechungen für Steuerberater

#15 Gute-Nacht-Geschichten für Führungskräfte

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Buch von Henry Mintzberg, Juli 2019, 176 Seiten

Angelas Notizen zu den 7 Kapiteln: 1.Geschichten über das Management Das Rührei managen – Wir geben das weiter, aber keiner hört auf uns Der Mythos Manager als Dirigent, Komponist oder Probeleiter Zu viel Führung von oben herab statt Management von innen heraus. was zeichnet eine gute Führungskraft aus? - Das Problem mit den Listen: nie vollständig Die romantische Vorstellung von der perfekten Führungskraft – Erfolgreiche Manager haben Fehler Bei der Auswahl von Managern ebenso auf die Fehler achten wie auf die positiven Eigenschaften. Wie Fehler herausfinden? Entweder heiraten oder für ihn arbeiten😉 Tipp bei der Auswahl einer Führungskraft: die Menschen zu Wort kommen, die mit ihm / ihr bereits zusammen gearbeitet haben Die umfassende Liste der Eigenschaften, besonders kurios „Groß“ Management ist eher Kunsthandwerk als Wissenschaft oder analysegestützte Tätigkeit. Management ist ein vertracktes Problem nach dem anderen. Und die Tätigkeit wird überwiegend mündlich ausgeführt. Mehr reden und zuhören als lesen und schreiben. Entscheidungsprozesse – die reine Lehre lautet: Diagnose, Konzeption, Entscheidung, Handeln. Kurz gesagt Erst Denken Und jetzt mal überlegen, wie wir uns für unseren Ehepartner entschieden haben… Entscheidungsmodell Erst sehen Tipp: Erst handeln – in kleinen Schritten ausprobieren. Klein anfangen viel dazulernen (Achtung nicht überall sinnvoll, wie Schwangerschaften oder Atomkriege) – Agiles Arbeiten

Intuition: when you know for sure just don´t know why

Das Treibhausmodell der Strategie – die Theorie Scheitert die Strategie, liegt es grundsätzlich an der Umsetzung, allen voran den Trotteln, die zu dumm waren, die brillante Strategie des CEO zu realisieren. Aber Vorsicht: sind die Trottel nämlich gar nicht so dumm, werden sie fragen: Wenn Sie so clever sind, warum haben Sie die Strategie dann nicht so formuliert, dass wir Trottel in der Lage sind sie umzusetzen“ Wenn etwas in der Umsetzung scheitert, hat auch die Formulierung versagt Strategien wie Unkraut wuchern lassen

2.Geschichten über das Organisieren Die Kuhgeschichte: Gruppenaufgabe für Studenten, wie eine Kuh = im Pulk in Bangalore über die Straße gehen. Über der heiligen Kuh des Führens steht die Gemeinschaftlichkeit Effektive Organisationen sind Gemeinschaften von Menschen, keine Ansammlung von Humankaptial. Und ein Netzwerk ist keine Gemeinschaft. Netzwerke vernetzen, Gemeinschaften kümmern sich. Fragen Sie doch mal Ihre Facebook – Freunde, ob sie helfen Ihr Haus zu streichen. Die Abrechnung mit dem Kotter´schen Acht-Phasen-Modell Die vier grundlegenden Organisationsarten • Die Maschinenbürokratie – hier steht Effizienz im Vordergrund, z.B. McDonalds • Die Expertokratie oder Profibürokratie – hier steht Professionalität im Vordergrund, z.B. Krankenhäuser und Steuerkanzleien. Arbeiten scheinbar im Team, jedoch gewöhnlich sehr unabhängig von einander. • Die Einfachstruktur – hier dominiert eine Person durch persönliche Weisung, z.B. Steve Jobs, Elon Musk. Wenn der Chef hier sagt „Spring“ fragt der Mitarbeiter „Wie hoch“. In einerm Expertokratie würde der Mitarbeiter fragen „Warum“ • Die Adhokratie – hier geht es um Innovation und Kreativität, z.B. Filmstudios oder Werbeagenturen. Projektorientiert Die Managementliteratur beschäftigt sich überwiegend mit Maschinenbürokratie und alle anderen versuchen das auf sich zu übertragen. Ergebnis: siehe Krankhäuser, die nicht mehr das Patientenwohl im Sinn haben.

Topmanagement abschaffen, Zentralmanagement installieren. Betriebsmanagement und Verbindungsmanagement. Beispiel japanischer Hersteller von Körperpflegeprodukten Kao: alle Sitzungen finden in Großraumbüros statt und jeder kann sich dazu setzen. Brasilianisches Unternehmen Semco reserviert zwei Pätze bei jeder Verwaltungsratssitzung für Arbeitnehmer. Beispiel: Manager Käseproduktion Indien macht guten Job und wird befördert zum Käsemanager von ganz Asien Es gibt nichts Gefährlicheres als Manager, die nichts zu tun haben. Manager sind Macher.

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  1. Geschichten über das Analysieren** Wenn das Messen zum Selbstzweck wird – Beispiel Marks & Spencer: Formular ausfüllen zum Wiederauffüllen von Waren, anderer Mitarbeiter am Schalter holt die Artikel. Verfahren abgeschafft, 26 Millionen Formulare weniger.

sehr lustige Vorstellung: Gott bewahre ein effizientes Orchester. Ein BWL-Student analysiert ein Sinfonieorchester • Weil die Kosten in aller Regel leichter zu messen sind als der Nutzen, reduziert sich Effizienz meist auf Sparsamkeit (Bildungs- und Gesundheitssysteme leiden darunter) • Wirtschaftliche Kosten lassen sich leichter messen als soziale, so kann Effizienz zu einer Eskalation der sozialen Kosten führen und führt zu wirtschaftlicher Moralität , die auf soziale Immoralität hinauslaufen kann – FastFood verzehren ist effizient, die Auswirkungen sind bekannt Messen als Ergänzung zum Managen ist eine gute Idee: Messen Sie, was sich messen lässt, nehmen Sie ernst, was sich nicht messen lässt und managen Sie beides mit Bedacht. Das Bruttosozialglück – der Unterschied zwischen gut und gut gemeint Die Geschichte von Buthan und ihr trauriges Ende: Vier Säulen mit neun Domänen – daraus hat sich ein Lebensstil entwickelt, es wurde nicht gemessen. Dann kamen die Ökonomen und Analysten und haben alle Domänen gewichtet und mathematische Formeln entwickelt. 2013 Premierminister der in Harvard studiert hat, hat es wieder abgeschafft, da hinderlich. **

  1. Geschichten über Entwicklung** Super Zitat „Wenn alle das gleiche denken, denkt keiner“ Benjamin Franklin Eine Abrechnung mit den MBA Studiengängen und Absolventen und eine Werbung fürs eigene Institut IMPM. Spannend sind hier die Ausbildungsschwerpunkte: Reflexion - Seltbstmanagement, Analyse – Management von Organisationen, Weltlichkeit - Kontextmanagement, Zusammenarbeit - Beziehungsmanagement, Handlung – Change Management **
  2. Geschichten im Kontext** Familienunternehmen – Achtung Nachfolger Sohn. Ein Plädoyer für die Töchter und andere Verwandte Da schlägt das Herz der selbstbewussten Frau höher😉 Frage an Senior, der seinen Sohn als Nachfolger will „War Ihr Vater ein guter Geschäftsmann?“ Antwort häuft „Eher nicht“ - „Warum glauben Sie dann, dass Ihr Sohn einer ist?“ Gedanke zum Nachwirken lassen: Eine dynamische Wirtschaft lebt von Menschen, die aufbauen statt nur zu erhalten. Eine Demokratische Gesellschaft wird von Menschen getragen, die aus eigener Leistung Erfolg haben, nicht qua Geburt. Wir brauchen Leute, die ihren eigenen Weg finden, selbst wenn das heißt, zurückzukommen (und das Familienunternehmen zu kaufen). Weltlich statt global denken **
  3. Geschichten über Verantwortung** Großartig, der fiktive Brief des CEO an den Verwaltungsrat Warum sind Metaphern von CEOs aus dem Glücksspiel so beliebt? Weil sie nicht mit ihrem eigenen Geld spielen

Personalabbau – der Aderlass der 21. Jahrhunderts Zwei Arten von Produktivität: eine produktive und eine destruktive. Ökonomen kennen dummerweise den Unterschied nicht Negativ-Beispiel Autoindustrie: VW Abgas-Skandal, die anderen sind aber auch nicht besser. Am schlimmsten ist die zunehmende legale Korruption. All das ist kein Skandal, sondern ein Syndrom unserer Gesellschaft Ein Win-Win-Wunderland gibt es da draußen nicht. CSR 2.0 – Hinweis auf Future Business Kompass

7. Geschichten für Morgen Der Witz vom Grossvater – eine Frage der Perspektive Ich möchte gern so sterben wie mein Großvater, der friedlich eingeschlafen ist. Nicht heulend und zähneklappernd wie die anderen im Auto Ein Plädoyer für echten Kundenservice. Wenn er nicht ernst gemeint ist, merken wir das sofort, z.B. wenn wir in der Warteschleife hängen mit der Automatenstimme, die behauptet wie sehr man sich über den Anruf freut. Schluss mit IMMER MEHR, wir können es BESSER Der Börsengang als Anfang allen Übels


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Über diesen Podcast

Einmal im Monat bespreche ich mit anderen interessierten Leseratten ein Sachbuch aus dem Bereich Kanzleimanagement. Wir interpretieren und adaptieren unsere Erkenntnisse für Steuerberatungskanzleien. Digitalisierung und Kanzleientwicklung stehen dabei im Vordergrund. Gerne auch Bücher aus dem englischsprachigen Raum, die es hier noch nicht übersetzt gibt.

von und mit Angela Hamatschek

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